Mit Freude dürfen wir euch aus dem Missionsfeld berichten, was für großartige Dinge Gott an den Einsatzorten tut.
Hier werden Schüler ausgebildet, um Gottes Reich zu bauen, dort erfahren Kinder in den Projekten Lebensveränderung, die sie zu einer starken Persönlichkeit macht. Wenn wir sehen, wie junge Leute Sicherheit für ihren Lebensweg und ihre Berufung bekommen, und dann in ihrem Umfeld ein Licht sind, dann begeistert das uns. Trotz all der guten Werke, die wir tun können, wollen wir doch ihre Herausforderungen im Gebet nicht vergessen. Gott ist viel größer und wird sie durch die Zeiten der Not tragen.
„Paulus begrüßte die Versammelten und berichtete dann ausführlich, was Gott durch seinen Dienst unter den Nichtjuden getan hatte. Seine Zuhörer priesen Gott dafür.“ – Apostelgeschichte 21,19
Lasst uns ebenfalls aufmerksam lesen, was Gott getan hat, und im Gebet sowohl mit Dank als auch mit Fürbitte vor Gott kommen.
Ukraine
Ein starker Bericht kommt von dem Einsatz von Serhii Ryzhykov, ehrenamtlicher Mitarbeiter von Rays of Joy in der Ukraine, der seit Beginn des Krieges an der Kriegsfront im Einsatz ist, sowohl mit humanitärer Hilfe als auch mit dem Evangelium. Sein Dienst bringt Hoffnung inmitten von großem Leid:
1. Versorgung Bedürftiger und Wärmestuben
Jedes Wochenende gibt es Versorgung für Bedürftige. In der Winterzeit bieten wir Wärmestuben an. Wir helfen Binnenvertriebenen, die durch die russische Invasion in die Ukraine ihr Zuhause verloren haben: Verpflegung, Wärme, Unterstützung bei der Wiederbeschaffung von Dokumenten und der Suche nach Angehörigen. Parallel dazu leisten wir intensive geistliche Begleitung durch Gespräche, Gebet und seelsorgerliche Betreuung. Viele Menschen besuchen inzwischen die Gemeinde und haben Jesus Christus als ihren persönlichen Retter angenommen.
2. Dienst in Militäreinheiten und Begleitung der Familien Gefallener
Serhii Ryzhykov dient in den Streitkräften der Ukraine als Kaplan und Seelsorger. Dadurch hat er Zugang, sowie Kontakte zu Familien gefallener Soldaten. Dies ermöglicht gezielte Besuche und Unterstützung der Angehörigen gefallener Söhne, Ehemänner und Väter mit seelsorgerlicher Begleitung. Von 116 begleiteten Familien besuchen 56 Familien inzwischen regelmäßig Gemeinden und haben geistliche Wiederherstellung und Freiheit in Gott erlebt.
3. Besuche bei Verwundeten und aus der Gefangenschaft Befreiten (Krankenhäuser)
Bei den Besuchen leisten wir geistliche, emotionale und moralische Unterstützung durch persönliche Gespräche, Gebet und Begleitung in der Phase der Genesung nach Verletzungen, Erschütterungen und posttraumatischen Belastungen. In den letzten drei Monaten wurden 412 Besuche bei Verwundeten und aus der Gefangenschaft Befreiten mit Verletzungen durchgeführt. Ein überwiegender Teil dieser Menschen fand Hoffnung und Glauben in Christus.
Dieser Dienst ist ohne ein geschlossenes Team und die kontinuierliche Unterstützung unserer Geschwister des Missionswerks (Deutschland) nicht möglich. Wir danken für die beständige geistliche und finanzielle Unterstützung, die unseren Dienst effektiv macht.
Namibia
Heilungszeugnis aus Divundu
Am Montag, dem 12. Januar, schickte ich meinen Bruder Stephanus mit meinem Fahrrad zum Gebäude unsrer Gemeinde, um den Wechselrichter für die Solaranlage einzuschalten. Ich selbst holte Wasser am Brunnen. Er brauchte etwas länger als geplant, und es war bereits dunkel. Auf seinem etwa drei Kilometer langem Weg kam ihm ein Betrunkener in den Weg; er stürzte und die Gabelkrone brach. Er fiel nach links auf Arm und Bein und verletzte sich dabei so schwer, dass er nicht mehr laufen konnte.
Fast drei Stunden lang versuchte er aufzustehen, fand dann aber glücklicherweise sein Handy und rief an, um Hilfe zu holen. Als wir ihn fanden, bestätigte sich, dass er nicht mehr laufen konnte. Wir organisierten ein Auto und fuhren nachts gemeinsam mit ihm ins Krankenhaus. Um diese Zeit schickte ich den Leitern von Rays of Joy Namibia über die WhatsApp-Gruppe eine Nachricht mit der Bitte um Gebete. Nach nur 5 Tagen konnte er wieder selbstständig laufen und ist nun vollständig genesen, rechtzeitig zum Beginn seines zweiten Studienjahrs an der Universität von Namibia. Gelobt sei der Herr!
Erfahrungen beim Seminar für alle Bibelschulleiter von Pastor Markus
Es waren 23 Leiter und Mitarbeiter der Bibelschule, die aus ganz Namibia und Angola nach Swakopmund an der Küste Namibias kamen. Wir verbrachten eine wunderbare Zeit mit gegenseitiger Ermutigung und Weiterbildung sowie der Aktualisierung der Verwaltungs- und Lehrplanentwicklung.
Meine Erfahrungen beim Seminar in Swakopmund waren so wunderbar, dass ich ein ganzes Buch darüber schreiben könnte. Das Schöne daran war das Lernen: „Wie Eisen Eisen schärft, so schärft ein Mensch den anderen“ (Sprüche 27,17). Außerdem konnten wir uns mit erfahrenen Leitern austauschen, die ebenfalls eine Bibelschule leiten.
Wir stellten Fragen und sprachen darüber, wie wir uns gegenseitig im Lehrdienst unterstützen können. Einige kannte ich schon lange, andere erst seit Kurzem und manche zum ersten Mal. Jeder Seminartag war für mich eine Bereicherung, besonders weil ich so viel Neues lernen konnte. Meine Frau und ich haben unseren Aufenthalt als Paar in Swakopmund am Meer sehr genossen, besonders die Zeit mit Pastor Udo und Kathleen in ihrem Haus.
Indien
Zeugnisse aus dem Stipendienprojekt CSS
Das CSS-Projekt ist eine lebensverändernde Initiative für Kinder aus Slums und Siedlungen, deren familiäre Verhältnisse instabil und von Not geprägt sind. Dieses Projekt wird mit diesen Kindern durchgeführt, um ihnen formale Bildung, praktische Lebenskompetenzen und moralische Werte zu vermitteln – all dies trägt zur positiven Veränderung ihres Lebens bei.
Payal – Vom Angstgefühl zum Selbstvertrauen
Ihr Vater war Alkoholiker, und zu Hause herrschten ständige Konflikte. In diesem Umfeld aufzuwachsen, löste bei ihr eine ständige Angst aus. Als Payal in die CSS Gruppe kam, besuchte sie die zweite Klasse. Das Sitzen, Lernen und der Umgang mit anderen Kindern machten ihr Angst. Doch durch den Einsatz der CSS-Mitarbeiterin begann ihre Angst langsam zu verschwinden.
Sie erzählt, dass sie früher unhöflich und gereizt mit anderen sprach. Doch als sie im Kids Club ein positives Umfeld vorfand und ihr moralische Werte vermittelt wurden, begann sich ihr Verhalten zu verändern. Auch ihre schulischen Leistungen verbesserten sich deutlich. Als ihre Angst nachließ, begann sie, an allen Schulveranstaltungen teilzunehmen, und gewann sogar Preise. Auch in ihrem geistlichen Leben vollzog sich eine Wandlung.
Ihr Vater, der früher exzessiv Alkohol konsumiert hatte, begann sich zu ändern, um wieder die volle Verantwortung für die Familie zu tragen. Sie sagt, dass durch ihre Gebete auch ihre Mutter zu beten begann. Allmählich verbesserte sich die Lage der Familie. Payal macht dieses Jahr ihren Schulabschluss.
Khushi – Von Elternmangel zu Liebe
Ihre Mutter starb, noch bevor sie Mama sagen konnte. Sie wuchs bei ihrer Großmutter auf. Von ihren drei Geschwistern war Khushi die Jüngste, doch sie sehnte sich immer nach Liebe. In ihrer Gegend gab es eine Hauskreisgruppe unserer Gemeinde, die von unserer Sozialarbeiterin besucht wurde. Als sie die Situation dieser Familie kennenlernte, erkannte sie, dass es keinen verantwortlichen Erwachsenen gab, der sich um die Kinder kümmern konnte, da der Vater als Alkoholiker sich nicht kümmerte.
Daraufhin kam Khushi in unser Kinderheim. Dort lebte sie mehrere Jahre und besuchte die Grundschule. Sie erfuhr Liebe und ein Gefühl der Zugehörigkeit. Nach der Schließung des Kinderheims wurde ihre Betreuung durch das CSS-Projekt fortgesetzt, damit sie nicht unterbrochen wurde. Heute besucht Khushi die achte Klasse. Vor zwei Jahren starb auch ihr Vater. Der Tod beider Eltern hat Khushi sehr getroffen.
Doch die Liebe und Fürsorge der Sozialarbeiter füllen nach und nach die Leere in ihrem Herzen. Offen teilt sie ihre Gefühle und Erinnerungen an ihre Mutter mit und sagt: „Ihr seid wie meine Familie.“
Sie dankt Gott für die Liebe, die sie durch dieses Projekt erfährt. Sie ist fröhlich und erledigt ihre Schularbeiten sehr gut. Sie besucht regelmäßig unsere Gemeinde und beteiligt sich gern. Sie sagt: „Ich habe viel Leid in meinem Leben erfahren, aber meinem Namen entsprechend hat Gott mir auch viel Freude geschenkt.“ (Khushi = (dt.) Freude)
Aktiv mitwirken & beten
Wir blicken mit Dankbarkeit zurück, was der Heilige Geist getan hat und blicken mit Dankbarkeit in die Zukunft, dass er das gute Werk, das er begonnen hat, auch vollenden wird. Bitte bete für folgende Punkte:
- Für Kinder aus schwierigem Umfeld, dass sie durch unsere sozialen Projekte Veränderungen erleben können, die auf ihre ganze Familie positive Auswirkung hat.
- Für die Führung des Heiligen Geistes, die es unseren Projektleitern einfacher macht, mit der Liebe Gottes mit den Kindern zu arbeiten.
- Für die Mission Perlen, dass sie durch die Gunst Gottes, betroffene Mädchen in ihrem Schutzhaus aufnehmen können.
- Für Unterstützung von Pastor Markus in Divindu, Namibia. Er braucht dringend ein Zweirad.
- Für Pastor Boniface Kawana und seine Familie, die gesundheitlich zu kämpfen haben. Er ist Leiter in Ondangwa.


