Kinder in Not

Kinder in Not

Liebe Missionsfreunde,
wir senden euch ganz herzliche Grüße von Slavik Radchuk und den Gemeinden in der Ukraine. Sie danken euch allen für eure Gebete und die Unterstützung! Es tut ihnen gut zu wissen, dass sie nicht allein gelassen werden!
Gemäß den offiziellen Statistiken gibt es in der Ukraine 110.000 obdachlose Kinder. Jedes Jahr kommen ca. 10.000 dazu!
Wie kommt es eigentlich, dass Kinder in der Ukraine ihr Zuhause verlieren oder sogar zu Waisen werden? Hier ein paar Gründe:
Die Ukraine hat sich 1991 von der damaligen Sowjetunion gelöst und wurde eigenständig. Das brachte einerseits eine große Freiheit, hat aber andererseits auch wirtschaftliche und strukturelle Veränderungen bewirkt, die leider immer noch nicht stabil sind. Obwohl es ein wirtschaftliches Wachstum gibt, lebt doch noch ein großer Teil der Bevölkerung in Armut. Sehr oft trifft es dann vor allem die Kinder!

  • Arbeitslosigkeit – Viele Firmen aus der ehemaligen Sowjetunion wurden geschlossen und alle Beschäftigten wurden entlassen. Die meisten von ihnen haben immer noch kein Einkommen.
  • Armut – aufgrund der Arbeitslosigkeit und der mangelnden Sozialhilfe sind viele Familien verarmt und finden kaum noch Möglichkeiten, Geld für den alltäglichen Bedarf zu verdienen. Oft führt das auch zum Verlust der Wohnungen oder Häuser.
  • Das Sozialsystem ist größtenteils kollabiert – staatliche Versorgungsprogramme aus alten Zeiten gibt es fast nicht mehr und es wurden bisher nicht ausreichend private Einrichtungen etabliert.
  • Alkoholismus – Viele Kinder in der Ukraine werden zu Waisen oder sie werden einfach in Krankenhäusern zurückgelassen, weil die Eltern Alkoholiker sind und nicht für sie sorgen können. Viele werden auch durch die Ämter den Eltern deshalb entzogen und dann in staatlichen Einrichtungen untergebracht – diese wiederum sind auch nicht ausreichend versorgt.
  • Krankheit und Armut führt auch dazu, dass Eltern aufgrund der schlechten Gesundheitsvorsorge früh sterben und die Kinder als Waisen zurücklassen.
  • Auch andere soziale Probleme (Ablehnung oder Ausgrenzung der Eltern, Gewalt, Missbrauch, etc.) führen dazu, dass Kinder in den Heimen landen.
  • Kriminalität – all diese Umstände führen dazu, dass die Kriminalität enorm hoch ist und dazu führt, dass auch Eltern, die deshalb verhaftet werden, ihre Kinder entweder bei einem Elternteil oder bei Verwandten zurücklassen müssen, die dann selbst mit der Aufgabe überfordert sind.
  • Der Krieg im Osten der Ukraine – Seit 2014 besteht der Konflikt dort zwischen Russland und der Ukraine. Tausende sind bereits gestorben und haben Witwen und Waisen zurückgelassen.

 

Neues Kinderheim

In Odessa wurde von unseren Partnern in der Ukraine schon vor einigen Jahren ein Kinderheim gebaut, das aber sehr schnell zu klein geworden ist für die vielen Kinder, die man teilweise auch direkt von der Straße aufnahm. Die Mitarbeiter und Betreuer haben daher entschieden, mehr Platz zu schaffen und ein weiteres Gebäude zu bauen.

Mit unserer Unterstützung haben sie bereits ein Gebäude errichtet und sind jetzt dabei, es so weit wie möglich fertigzustellen. Da aber auch in der Ukraine die Preise für Baumaterial stark gestiegen sind, fehlen ihnen noch ca. 115.000 ukrainische Griwna – das entspricht aktuell ca. 3.800 Euro.

Wir wollen ihnen dabei helfen, dieses dringend notwendige Projekt möglichst bald abzuschließen. Wenn ihr euch daran beteiligen möchtet, dann schreibt bitte bei der Spende als Verwendungszweck “Kinderheim Odessa” dazu und wir können es dann entsprechend verbuchen.
Danke euch allen und möge Gott es euch reichlich vergelten!

Auch wenn wir hier immer wieder von dem Bedarf an Spenden schreiben, so wollen wir euch doch vor Allem um Gebet für die Mitarbeiter und die Kinder in der Ukraine bitten. Lasst uns nicht aufhören für sie zu beten und uns dafür einzusetzen, dass ihrer Not begegnet wird.
Wir können vielleicht nicht die politischen Umstände oder das Land verändern, aber wir können das Leben vieler Kinder verbessern und dadurch dazu beitragen, dass dieser Same, der in ihre Herzen gelegt wird, in der Zukunft gute Früchte bringt.