Ausbildung zum Missionar

Liebe Missionarsfreunde,
letztes Jahr im Februar startete eine dreimonatige Missionsschule, die junge Menschen für die Missionsarbeit in den Dörfern der Ukraine ausbilden sollte. Bereits Ende März musste diese Aufgrund des allgemeinen Lockdowns unterbrochen werden.
Die Ausbildung zum Missionar beträgt dort in der Regel 3 Monate. Die Schule konnte dann im Juli wieder geöffnet werden und zur selben Zeit wurde in einer anderen Stadt eine zweite Schule eröffnet, um den Ausbildungs-prozess zu beschleunigen. Die Studenten an beiden Schulen haben ihre Ausbildung erfolgreich absolviert, haben ihre Diplome erhalten und wurden danach in verschiedene Regionen der Ukraine ausgesandt.

In den Krisengebieten, in denen der Krieg immer noch weiter geht, haben die Menschen begonnen, in großer Zahl die Kirchen zu besuchen. Wir arbeiten auch im Süden des Landes unter den ca. 100.000 Krimtataren, deren Umstände teilweise sehr katastrophal sind. Vielen Dank für eure Unterstützung der Ausbildung von guten Missionaren, die das Evangelium in der ganzen Ukraine predigen sollen.

VASYLYNA

Mein Name ist Vasylyna. Ich bin 27 Jahre alt und bin in der Stadt Lubny geboren. Als ich ein Kind war, erzählte mir meine Großmutter viel von Gott, aber persönlich kannte ich ihn nicht.

Im Alter von 16 Jahren erlebte ich den Herrn als meinen Erlöser durch den Dienst von Missionaren.
Der Pastor der Kirche in Lubny ist selbst auch ein Missionar, der in unsere Stadt von der “Good Samaritan Mission” gesendet wurde. Vom ersten Tag an ermutigte er mich, anderen nicht-gläubigen von Jesus zu erzählen. Dieses Verlangen brannte in mir, aber ich erkannte auch, dass es zu Spannungen mit meinen Eltern kommen könnte, da ich mich entschieden habe, mich der Missionsarbeit zu widmen.
Ich musste durch eine Zeit der Stille mit Gott gehen. Dann – nach der Teilnahme an der Bibelschule – wurde ich eine Missionarin und freue mich, dass ich diese Leidenschaft für Gott mit anderen teilen darf.

ANATOLIY

Wir wollen außerdem ein Zeugnis unseres jüngeren Bruder Anatoliy teilen, der in einer Welt ohne Gott fast schon im jungem Alter gestorben wäre.

Mein Name ist Anatoliy und ich bin 22 Jahre alt. Ich wurde in einem Dorf geboren und bin Teil einer großen Familie mit 7 Kindern. Unsere Mutter kannte den Herrn und sie nahm uns früh mit in die Kirche.
Als ich 8 Jahre alt war, bekam meine Mutter plötzlich Krebs und starb. Mein Vater kam mit so einem Leben nicht klar, verließ uns und zog in eine andere Gegend. Wir Kinder wurden allein gelassen und unsere Erziehung übernahm dann unser ältester Bruder, der zu der Zeit selbst erst 22 Jahre alt war.

Unser Vater besuchte uns manchmal und später nahm er fünf von uns jungen Kindern zu sich in die Region Zhytomyr. Wir alle vergaßen Gott und jeder lebte sein eigenes Leben. Nach einiger Zeit kam unsere ältere Schwester durch die Missionsarbeit in Olevsk wieder zum Glauben, erzählte uns immer von Gott und lud uns zu den Gottesdiensten ein.
Als ich nach Kianka zurückkehrte, traf ich einige Missionare in unserem Dorf. Sie hatten gerade mit einem mobilen Gebetshaus begonnen und ich bot ihnen meine Hilfe an. Ein halbes Jahr lang half ich den Missionaren, lernte von ihnen Gott zu vertrauen und Jesus und den Menschen zu dienen.

Einer der Missionare, Oleksandr, lud mich ein, eine Missionsschule der “Good Samaritan Mission” zu besuchen, damit ich mehr über biblische Wahrheiten lernen konnte. Ich bekam viele gute Impulse und Hilfestellungen, die ich beim Predigen und Zeugnis geben umsetzen kann.
Jetzt bin ich fertig mit meiner Ausbildung und kann es kaum abwarten, wieder ins Dorf Kamianka zurückzukehren, um den Menschen dort von Gott zu erzählen.

Berichte von Einsätzen

Bericht 1:

Die Missionare kamen in ein lokalen Laden und sahen betrunkene Männer. Der Kassierer des Ladens sagte, dass die meisten Männer in dieser Region ab dem frühen Morgen nur Alkohol trinken. Die Missionare sahen, wie andere Käufe die notwendigen Waren ohne Geld mitnahmen, baten jedoch die Kassiererin, sie auf die Rückstandliste zu setzen. All die Missionare waren so berührt von dieser Situation, dass wir entschieden haben, in diesen Städten die guten Nachrichten zu überbringen. Gott sei Dank haben sie mehr als 500 Kinderbibeln für Kinder in diesen Städten verteilt. Bitte beten für alle Menschen, die dieses kostbare Geschenk für ihre Seele bekommen haben.

Bericht 2:

In den letzten zwei Monaten haben Missionare der Region Kherson vielen Witwenfamilien in Südukraine “Region Kherson” in der Nähe des Schwarzen Meeres geholfen. Die meisten der Familien haben ihre Ehemänner im Krieg in Donbass “Ostukraine” verloren. Unglücklicherweise hat noch keiner von den je von Gott gehört. Als Gottes Wort von Missionaren in deren Häusern gepredigt wurde, überführte der Heilige Geist einige dieser Witwen von der Sünde und sie versprachen, ihr Herz Jesus zu geben.

Bericht 3:

Wir haben zum Herrn um seine Führung gebetet und darum, dass er uns Türen öffnet, um seine Gemeinden unter den Krimtataren zu errichten. Ab jetzt arbeiten über 10 Missionare an diesem Projekt. Heute haben wir über 20 Mitglieder der Krimtataren “Moslems” in nur einer Kirche. Mehr als 2.500 Bibeln wurden in dieser Zeit an diese Minderheitengruppen verteilt. Vielen Menschen aus den Kirchen brachten Gemüse, Brot und andere nützliche Dinge für die ärmlichen Familien. Während wir unter den Krimtataren dienen, hat Gott uns erlaubt, Familien zu sehen, die derzeiet schwierige Zeit durchmachen. Einer dieser Familien, Vitaliy und Tetyana mit 3 Kindern, hatte Schwierigkeiten. 

Sie sind vor zwei jahren in das Dorf Kashtany gezogen, um in einem Weinberg zu arbeiten. Durch die Quarantäne verlor der Ehemann seinen Job und die Familie hatte nicht das Geld, um ihre Miete zu bezahlen. Eines Abends kamen sie mit Tränen ins Haus der Missionare und baten um Flucht. Also hießen die Missionare die Familie in ihrem Haus willkommen und erzählten dieser Familien während der Teestunde vom himmlischen Vater. Diese Familie bereute an diesem Abend vor Gott und versprach, ihm zu dienen. Am nächsten Tag kamen Missionare und diese Familie zum Dorfrat und baten um ein Haus für die Familie. Diese Familie erhielt vom Dorfrat von Kashtany ein Haus. Trotz der Tatsache, dass es im Haus keine Heizung gibt, ist diese Familie Gott und den Missionaren so dankbar für ihre Hilfe in ihren Nöten.

Solche Ergebnisse der Einsätze geben uns noch mehr die Motivation, mit jungen Menschen zu arbeiten und Gottes Wort zu predigen. Wir sind allen Menschen sehr dankbar, die ungeachtet der Entfernung, Nationalität oder Kultur andere unterstützen im Namen Jesus. Wir glauben, dass jeder eine Belohnung für seinen Beitrag bekommen wird.